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MARTIN SEIDLER

Martin auf dem Dreirad (Juni 2011)

(Augusti 2011)

Ich lebe nun schon seit sieben Jahren in Berlin. Am Anfang hatte ich Probleme mit dieser riesengroßen Stadt, aber mittlerweile kann ich mir kaum noch vorstellen, woanders als hier in Kreuzberg zu wohnen.

Seit 1. Juni 2004 arbeite ich als Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei ambulante dienste e. V., einem Verein, der Assistenzpersonen* an Menschen mit einer Behinderungvermittelt.
Im Rahmen meiner Tätigkeit engagiere ich mich in der AG persönliche Assistenz des Landesbehindertenbeirats und im Bündnis für selbstbestimmtes Leben für eine leistungsgerechte Vergütung von persönlicher Assistenz, insbesondere bei Inanspruchnahme eines persönlichen Budgets, und für Assistenz im Krankenhaus.

Der 30-Stunden-Job strengt mich sehr an, so dass ich nach der Arbeit ziemlich müde bin.
Trotzdem gelingt es mir immer mehr, das kulturelle Angebot von Berlin zu nutzen. Ganz in meiner Nähe ist z. B. die wunderschöne Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem vielseitigen Konzertangebot.
Auch das Engagement für das genossenschaftliche Wohnprojekt Möckernkiez ist mir sehr wichtig: Auf einem kleinen Teil des Gleisdreiecks werden unter der Überschrift "sozial - ökologisch - barrierefrei" rund 400 Wohneinheiten geplant, die bis zum Sommer 2013 bezugsfertig sein sollen. Das Gelände liegt nur etwa 300 Meter von meiner jetzigen sehr schönen (aber leider etwas teuren) Wohnung entfernt.

Immer, wenn ich an DanceAbility-Workshops teilnehme, finde ich es schade, warum ich nicht viel mehr tanze. Mehr über diese Form des modernen Improvisationstanzes hier.

Nach wie vor schreibe und redigiere ich sehr gerne Texte - sowohl im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit, als auch privat [Veröffentlichungen, an deren Zustandekommen ich beteiligt war].

Insbesondere nach einer Operation kurz vor Weihnachten 2006, bei der eine Verengung des Rückenmark-Kanals behoben wurde, kostet alles noch mehr Kraft als vorher. Hier ein Text über meine damaligen Erfahrungen im Krankenhaus.
Vieles von dem musste ich stark reduzieren, was mir wichtig ist: mein Engagement in politischen Gruppen, meine häufigen Kinobesuche und vieles mehr. Auch die Herausgabe des 8seitigen newsletter Behindertenpolitik, der seit Juni 2000 vierteljährlich als Beilage der Zeitschrift BIOSKOP erscheint, musste ich aus Zeitgründen abgeben.

Über E-Mails freue ich  mich immer!

Martin Seidler

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*) Der Begriff "(persönliche) Assistenz" wird verwendet, um die Ganzheitlichkeit der Hilfe in den verschiedenen Lebensbereichen (Pflege, Ernährung, Mobilität, Arbeit, Freizeit) auszudrücken. Die Person, die Assistenz leistet, hat sich dabei bezüglich Art und Weise, Ort und Zeit ausschließlich nach den Bedürfnissen der behinderten Person zu richten. Der Umfang der Assistenz richtet sich nach dem Bedarf der behinderten Person. 


© Martin Seidler
Letzte Aktualisierung: 28.08.2011